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Interview mit einer Frau aus der Au

Die wild&weiblich-Unternehmerinnen mit ihrer Vorsitzenden Roswitha Prasser (3.v.r.) freuten sich nach dem Interview über das handsignierte Buch „Zusammenwachsen“ der Autorin Alexandra von Poschinger. Foto: privat

Neues Format bei wild&weiblich-Vereinstreffen stellt Einzelunternehmerinnen in den Mittelpunkt: Premiere mit Autorin Alexandra von Poschinger


FRG/REG/PA/DEG (oi).
 Sie ist eine vielseitig engagierte Frau, lebt in München und in der Au (Frauenau) und war der Interview-Premierengast im Rahmen des jüngsten wild&weiblich-Unternehmerinnentreffs: Die Kommunikationsfachfrau und Autorin Alexandra von Poschinger. Im stilvoll-gemütlichen Ambiente des Restaurants Re(h)serviert stellte sich die Einzelunternehmerin den Fragen der Vereinsvorsitzenden Roswitha Prasser und den Teilnehmerinnen. „In der Regel besichtigen wir im Rahmen unseres Jahresprogramms frauengeführte Unternehmen oder hören Vorträge von SpezialistInnen zu unternehmensspezifisch aktuellen Themen. Mit einer neuen, in losen Abständen geführten Interviewreihe, wollen wir nun Unternehmerinnen in unserer Runde eine Plattform bieten, sich vorzustellen und uns einen Einblick in ihren Tätigkeitsbereich zu geben“, erklärt Prasser und ergänzt: „Viele Einzelunternehmerinnen, vor allem im Dienstleistungsbereich, arbeiten meist in kleinen Büros und können die 15 bis 20 Teilnehmerinnen pro Treffen räumlich nicht aufnehmen. Um diesen sehr engagierten Damen auch eine Bühne zur Präsentation zu geben, gehen wir in Restaurants oder Seminarräume und stellen sie dort im Rahmen eines entspannten Gesprächs vor“.

Die in Passau geborene Alexandra von Poschinger (49) schreibt über Menschen, Kunst und Design, klassische Musik, Literatur, Natur und Wissenschaft. Und das für diverse Zeitungen, Magazine, Museen (Hinterglaseum in Schönbrunn am Lusen oder Ägyptisches Museum in München), Hörfunk und Film. „Am allerliebsten schreibe ich Bücher“, gesteht die studierte Germanistin und Geografin. Sie arbeitete für die Passauer Neue Presse, den Bayerischen Rundfunk und in einer Grafenauer Werbe- und Designagentur bevor sie sich als Journalistin, Buchautorin und Kulturmanagerin selbständig machte. Sie schreibt unter anderem für die renommierte Wochenzeitung DIE ZEIT, publiziert Sachbücher im Verlag KNESEBECK und ist Dozentin an der Akademie Faber-Castell für Literatur, Kunst und Design in Nürnberg-Stein. Die multikreative Unternehmerin braucht die Natur, ihre Katzen, Pferde, Kühe und Schafe und als Gegenpol die Impulse der Stadt. Sie spielt Cello, reist gerne, und begleitet Wandergruppen im Bayerischen Wald für ZEIT Reisen.

In jüngster Vergangenheit hat von Poschinger bei Knesebeck zwei Bücher veröffentlicht: Im Jahr 2020 „Wilder Wald“ zum 50. Geburtstag des Nationalparks Bayerischer Wald und neu im September dieses Jahres den Titel „Zusammenwachsen“ zum 30. Jahrestag des Maastrich Vertrags. Dafür war sie über zwei Jahre in der Dreiländerregion Deutschland-Österreich-Tschechien auf Spurensuche und porträtierte Menschen, die Europa aus seiner Mitte heraus betrachten und über diese Ansichten neue Welten erschaffen. Ihr Buch zeigt, wie Menschen mit Grenzen umgehen, den politischen, natürlichen und persönlichen, und dass europäische Ideen der Zusammenarbeit, des Zusammenlebens und des kulturellen Austauschs im Kleinen wie im Großen funktionieren können und regt zum Nachdenken über die Zukunft der europäischen Gemeinschaft an.

Im Interview erzählte von Poschinger über ihren beruflichen Werdegang, plauderte entspannt darüber, wie sie zum Schreiben kam und sich in diesem Bereich mehr und mehr entwickelte. Auf die Frage, wie sie sich ihren Erfolg erkläre, antwortete sie: „Erfolg funktioniert nur über Menschen. Ich schreibe gerne über Menschen und ihre Geschichten, suche mir Themen und versuche daraus Geschichten zu schreiben. Dabei kommen die spannendsten Geschichten von Frauen“. Ihre Geschichten entwickeln sich nicht aus einem Fragenkatalog, sondern aus einfachen Gesprächen, dem Zuhören und dem Gefühl, dass sich daraus etwas entwickeln könne. Den interessierten Unternehmerinnen erklärte von Poschinger auch den Unterschied zwischen einer Redakteurin, einer Bloggerin und einer Autorin. Während die Redakteurin meist fremde Texte redigiert, die Bloggerin ihre eigenen Meinungen veröffentlicht, entwickelt die Autorin eine Geschichte, basierend auf Recherchen oder Interviews und veröffentlicht diese im Eigenverlag oder für einen Verlag. Wichtig sei es, interdisziplinär zu arbeiten. „Die Neugierde ist ein wichtiges Instrument, um weiterzukommen und gerade für uns Einzelunternehmerinnen immens wichtig“.

Zudem seien Rituale für ihren Schaffensprozess wichtig. So startet sie jeden Morgen mit einer Viertelstunde Schreiben. „Ich schreibe in dieser Zeit alles per Hand auf, was mir gerade einfällt, ohne es zu bewerten. Die Verbindung zwischen der Hand und dem Gehirn funktioniert nur, wenn man auch mit der Hand schreibt, weiß die Autorin, die jüngst einen Schreibkurs bei der bekannten Regisseurin und Schriftstellerin Doris Dörrie absolvierte. „Wie in jedem Unternehmen ist es wichtig, sich ständig weiterzubilden, auch im Schreiben“, verrät von Poschinger.

Kaum ist das jüngste Buch erschienen, arbeitet die Kulturmanagerin bereits an einem neuen Projekt.

Die Zusammenarbeit mit der renommierten Dokumentarfilmerin Andrea Zimmermann (u.a. „Aktenzeichen xy“) und dem Komponisten Enjott Schneider (Filmmusiken u.a. zu „Herbstmilch“ oder „Stalingrad“) beflügelt sie zu einem ganz besonderen Experiment: der Suche nach den archaischen Wurzeln des Lebens und der immateriellen Struktur unserer Welt. 

Die Teilnehmerinnen zeigten sich beeindruckt und motiviert von der so vielseitig aktiven Unternehmerin. Sie dankten es mit dem Kauf des neuen Buches und freuten sich über die persönliche Widmung der Autorin.

Die Vereinsvorsitzende Roswitha Prasser bedankte sich bei Alexandra von Poschinger für das ausgiebige und sehr offene Interview mit einem besonderen, herbstlichen Blumenstrauß.

 

 

 

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