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Ein Blick hinter die Festspielkulissen

Inspiriert und begeistert von dem Blick hinter die Kulissen der EW-Festspiele freuen sich die Unternehmerinnen mit EW-Intendant Dr. Carsten Gerhard, EW-Vorsitzende Rosemarie Weber (vorne 2.v.l.) und wild&weiblich-Vorsitzende Roswitha Prasser (3.v.r.) auf die diesjährigen, 72. Festspiele Europäische Wochen Passau. Foto: privat

 

Storytelling im Konzertsaal: wild&weiblich-Unternehmerinnen begeistert von den Ausführungen des EW-Intendanten Dr. Carsten Gerhard

 

FRG/REG/PA/DEG. Mit einem exklusiven Empfang im Büro und Konzertsaal der Festspiele Europäische Wochen Passau starteten die Mitglieder des Vereins wild&weiblich-Unternehmerinnen im Dreiländereck Bayern-Böhmen-Oberösterreich e. V. in ihr diesjähriges Vereinsprogramm. Zusammen mit Rosemarie Weber, Vereinsmitglied und EW-Vorsitzende hatte wild&weiblich-Vorsitzende Roswitha Prasser den Abend organisiert. Sie freute sich besonders, dass der EW-Intendant Dr. Carsten Gerhard sich ebenfalls am Abend für ein persönliches Gespräch Zeit genommen hatte.

Nach einer kurzen Führung durch die Büroräume und einem kleinen Stehempfang im Konzertsaal informierte Gerhard die Unternehmerinnen über die wirtschaftlichen Hintergründe der EW, die Fördermittel, die vom Freistaat, vom Bezirk, von der Stadt und von den Sponsoren aus der Wirtschaft die jährlich stattfindenden Festspiele überhaupt erst ermöglichen würden. „Im Büro sind fest zwei Vollzeit- und eine Halbtageskraft beschäftigt. Nach den EW ist vor den EW. Die festen Mitarbeiterinnen sind für Kartenvorverkauf, für Marketing, Finanzbuchhaltung, Pressearbeit und natürlich für die Vorbereitung während der Planungsphase zuständig. Ab Mitte Juni beginnt dann die heiße Phase und dann wird der Betrieb auf zirka 50 Personen für die verschiedensten Bereiche von der Plakatierung, über die Platzanweiser, Künstlerbetreuer und die Technik hochgefahren“, erklärt der Intendant. Dabei sei man durchaus stolz, dass man die EW mit einem relativ kleinen Personal bestreite.

Vor allem während der Festspiele geht es um die sehr intensive und persönliche Betreuung der Künstler. „Da braucht einer den Lindenblütentee bei Vollmond oder ein anderer zwei Flaschen Champagner hinter der Bühne“, verrät der Intendant zwei von den vielen und durchaus oft sehr speziellen Wünschen der Künstler. Er erinnert sich an einen Auftritt des berühmten Opernsängers Rolando Villazón. Sein Konzert habe „uns zwei Jahre unseres Lebens gekostet“, gesteht Gerhard. Denn neben dem Konzert fand damals im pep ein DJ-Konzert statt und man fürchtete, dass der Lärmpegel das Konzert stören könne, was gottseidank nicht so eintrat. Dafür war es anschließend beim Essen nach dem Konzert im Zi‘Teresa umso gemütlicher, als der Tenor während des Redens sogar ins Singen kam. Die Karten für die Festspiele, vor allem bei Auftritten von Weltstars, sind sehr begehrt. 60 Prozent des Kartenvorverkaufs erfolgt mittlerweile über den Onlineverkauf, „aber 40 Prozent unserer Besucher kaufen ihre Karten immer noch bei uns im Büro und diesen Service bieten wir auch nach wie vor als persönliche Dienstleistung an“, bekräftigt Gerhard.

Carsten Gerhard nutze den Abend auch, um den Unternehmerinnen die Highlights der Festspiele 2024 vorzustellen. Das kostenlose Uni-Fest auf der Innwiese, die Eröffnung mit der SWR Big Band & Götz Alsmann am Domplatz oder eine Herzensinszenierung, das sinfonische Spiel „Kriemhild“ mit Projektionen am Dom. „Das Nibelungenlied ist vor rund 800 Jahren vom dem Passauer Bischof Wolfger von Erla aufgeschrieben worden und da Passau aber keine Nibelungenfestspiele haben, möchten wir damit diesem Erbe eine Bühne geben“, erklärt Gerhard, der sich durchaus eine jährliche Aufführung dieser außerordentlichen EW-Inszenierung vorstellen könne. Etwas ganz besonderes sei auch „Mozarts erste Akademie, privat“, sein erstes Konzert im Wohnzimmer, als es noch keine Konzertsäle gab. „Wir stellen dieses Konzert nach wie damals am 17. März 1784, mit alten Eintrittskarten und im Kerzenschein“,verrät der Intendant.

Auf die Frage, wann er mit der Planung der Festspiele beginne, antwortete Gerhard: „Die Festpiele 2025 sind bereits zur Hälfte geplant und auch 2026 gibt es schon Verträge“ und ergänzt: „Für mich sind die Festspiele nicht nur ein bunter Strauß schöner Konzerte, sondern ich fühle mich im Wesentlichen dem Auftrag verpflichtet, auch Themen anzugehen, welche Probleme Europa unter den Nägeln brennen“.

Die wild&weiblich-Vorsitzende Roswitha Prasser bedankte sich im Namen der teilnehmenden Unternehmerinnen für die interessanten Einblicke und persönlichen Geschichten hinter den Kulissen der EW-Festspiele und wünschte dem Intendanten, der Vorsitzenden und dem ganzen EW-Team mit einem „Turm süßer Nervennahrung“  für die stressigen Tage viel Erfolg, bescheidene KünstlerInnen und viele Besucher.

 

 

 


 

 

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